Bedürfnisse erkennen. Möglichkeiten schaffen.

Wirkstoffforschung

Wirkstoffforschung

Unsere Strategie in der Wirkstoffforschung ist entscheidend für die Zukunft von ALL. Wir bewerten kontinuierlich neue und disruptive Technologien, bleiben an der Spitze des wissenschaftlichen Fortschritts und erweitern unsere Plattformen für verschiedene therapeutische Wirkstoffmodalitäten, um unsere Forschungskompetenzen weiter zu stärken.

Indem wir unseren Forschenden Zugang zu fortschrittlichen Technologien, innovativen Plattformen und modernstem wissenschaftlichem Fachwissen ermöglichen, unterstützen wir sie dabei, neue Ansätze zu erforschen und neue Möglichkeiten in der Wirkstoffforschung zu erschließen.

Neue chemische Wirkstoffe

Niedermolekulare Wirkstoffe

Niedermolekulare Wirkstoffe sind organische Verbindungen mit geringem Molekulargewicht, die biologische Signalwege beeinflussen können. Sie bieten verschiedene Vorteile, darunter die Möglichkeit einer oralen Verabreichung, eine breite Gewebeverteilung und den Zugang zu intrazellulären Zielstrukturen. Darüber hinaus können sie so konzipiert werden, dass sie schädliche Proteine innerhalb von Zellen mithilfe gezielter Proteinabbauverfahren beseitigen.

Rasche Fortschritte in Wissenschaft, Technologie und computergestützten Methoden eröffnen neue Möglichkeiten für die Entdeckung und Optimierung niedermolekularer Medikamente. Zu diesen innovativen Ansätzen gehört das computergestützte Wirkstoffdesign (Computer-Aided Drug Design, CADD), das zunehmend durch künstliche Intelligenz (KI) und andere datengestützte Technologien verbessert wird, um die Wirkstoffforschung schneller und fundierter zu gestalten. computer-aided drug design (CADD), increasingly enhanced by artificial intelligence (AI) and other data-driven technologies to support faster, more informed drug discovery.

Peptide

Peptide sind Ketten aus Aminosäuren, die durch Peptidbindungen miteinander verbunden sind. Ihre besonderen Eigenschaften eröffnen neue Möglichkeiten zur Behandlung eines breiten Spektrums von Erkrankungen.

ALL’s - Die MacroSelect™-Plattform von ALL unterstützt die Entdeckung synthetischer makrozyklischer Peptide mithilfe eines auf mRNA-Display basierenden Verfahrens. Makrozyklische Peptide können die hohe Spezifität, Vielfalt und starke Zielbindung therapeutischer Antikörper mit mehreren günstigen pharmakologischen Eigenschaften niedermolekularer Medikamente verbinden. Damit bieten sie einen vielseitigen Ansatz für die Entwicklung innovativer Therapien.

Neue biologische Wirkstoffe

Monoklonale Antikörper

Monoklonale Antikörper sind gentechnisch entwickelte biologische Moleküle, die die Funktion natürlich vorkommender Antikörper des Immunsystems nachahmen sollen. Aufgrund ihrer hohen Zielspezifität eignen sie sich besonders gut für die gezielte Interaktion mit krankheitsrelevanten Proteinen. Darüber hinaus lassen sie sich zu fortschrittlichen Wirkstoffformaten weiterentwickeln, darunter bispezifische Antikörper, die zwei Zielstrukturen gleichzeitig binden, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (Antibody-Drug Conjugates, ADCs), die therapeutische Wirkstoffe gezielt transportieren, sowie Antikörperfragmente, die besondere Vorteile hinsichtlich Größe und pharmakologischer Eigenschaften bieten. - - - - - -

Therapien mit monoklonalen Antikörpern eignen sich besonders für Zielstrukturen außerhalb von Zellen oder auf deren Oberfläche. Ihre vergleichsweise große Molekülgröße kann jedoch das Eindringen in Zellen einschränken, sodass intrazelluläre Zielstrukturen mit herkömmlichen antikörperbasierten Ansätzen in der Regel schwerer zugänglich sind.

Gentherapien

Adeno-assoziierte virale Vektoren (AAV)

Die Gentherapie ist ein vielversprechender Ansatz zur Behandlung von Erkrankungen, indem sie deren zugrunde liegende genetische Ursache gezielt adressiert. Dabei wird genetisches Material mithilfe gentechnisch veränderter viraler Vektoren oder alternativer Verabreichungsmethoden in ausgewählte Zellen oder Gewebe eingebracht, verändert oder reguliert. Abhängig vom therapeutischen Ziel kann dies bedeuten, ein defektes Gen zu ersetzen, ein vorteilhaftes Gen einzuführen oder die Expression eines krankheitsrelevanten Gens zu unterdrücken.

- - Zu den wichtigen Entwicklungen auf diesem Gebiet gehört der Einsatz des adeno-assoziierten Virus (AAV) als Transportmittel, um therapeutisches genetisches Material in Zellen einzuschleusen. AAV-Vektoren haben ein erhebliches Potenzial gezeigt, bestimmte Gewebe gezielt zu erreichen und die Entwicklung von Therapien für ein breites Spektrum schwerer und komplexer Erkrankungen zu unterstützen. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für präzise und potenziell lang anhaltende Behandlungen.